Handwerk | Antieke Beyer's handwerkboeken

Nadat ik af en toe een handwerkboekje van Beyer's Handwerken tegenkwam, werd ik toch wel nieuwsgierig om wie het hier gaat? Ik lees in een boekje van rond 1900, dat er toen al boekjes zijn uitgegeven over borduurwerk, wit borduurwerk, breien, haken, filet, kruissteek, kantwerk en andere verschillende handwerkboeken. Tijd om op onderzoek uit te gaan. 

In het Nederlands heb ik niets gevonden over de uitgever Otto Beyer. Maar in het Duits wel. Ook in Nederland werden de boekjes vertaald. 

Otto Beyer (1854–1934) gründete den Verlag zunächst als Abteilung im Leipziger Modenhaus August Polich als "Verlag der Deutschen Modenzeitung". 1912 wurde der Verlag umbenannt in "Verlag Otto Beyer". Er gab Bücher und Zeitschriften für Mode, Handarbeit und Haushalt heraus. Eine Spezialität war die Veröffentlichung von Schnittmusterbögen, für die der Verlag auch über ein umfangreiches Netz an in- und ausländischen Verkaufsstellen verfügte.

Der Otto-Beyer-Verlag gab zwischen 1929 und 1943 unter anderem die gehoben bürgerliche Monatszeitschrift die neue linie heraus, mit einer Auflage von etwas über 40.000 Exemplaren die führende „Lifestyle“-Illustrierte der Zeit. An deren Umschlaggestaltung wirkten unter anderem die Bauhaus-Künstler László Moholy-Nagy und Herbert Bayer mit, sie enthielt unter anderem Beiträge von Walter Gropius.

Der Bauhaus-Absolvent Franz Ehrlich entwarf das Verwaltungsgebäude in der Elsterstraße und arbeitete von 1933 bis zu seiner Verhaftung 1934 als Typograf beim Verlag Otto Beyer. Ehrlich redigierte, druckte und vertrieb von dort aus die illegale Zeitschrift Junge Garde.

Ein weiteres Verlagsprodukt war die Zeitschrift Häuslicher Ratgeber, die von 1886 bis 1933 erschien und dann mit der ebenfalls von 1886 bis 1944 erschienenen Deutschen Frauen-Zeitung (Auflage 1939: 110.195 Exemplare) vereinigt wurde.

Von 1935 bis 1941 erschien die Reihe Frauenkultur im Deutschen Frauenwerk (Auflage 1939: 23.500 Exemplare; frühere Titelbezeichnungen: Deutsche Frauenkultur (1931–35), Deutsche Frauenkultur und Frauenkleidung (1904–30)). In der beliebten Reihe Beyers Handarbeitsbücher wurden Handarbeitshefte mit Schnittmustern publiziert.

In der Kinderbeilage der ebenfalls in diesem Verlag erschienenen Familienzeitschrift Beyers für Alle (seit 1928 „Kinderzeitung von Klaus und Kläre“) wurden von 1926 bis 1934 unter den Pseudonymen Klaus und Kläre fast 200 Artikel – Geschichten, Gedichte, Rätsel und kleine Feuilletons – geschrieben, die nach heutigem Stand der Forschung wohl großteils von Erich Kästner stammen (Heike Nieder, 2007). Luiselotte Enderle, die spätere Lebensgefährtin Kästners, war Mitglied der Redaktion. Illustriert wurden die Geschichten zum Teil von Kästners Freund Erich Ohser.

Im November 1945 brachte der Verlag die erste Ausgabe der Verbraucherzeitschrift Guter Rat (genauer Titel: Guter Rat für Haus und Kleid) heraus. Sie wurde seither ohne Unterbrechung fortgeführt und ist die älteste noch erscheinende deutsche Zeitschrift. Guter Rat gehört inzwischen zum Superillu-Verlag (Hubert Burda Media).

Am 30. Juni 1946 wurde der Verlag Otto Beyer enteignet und in die Verwaltung der Stadt Leipzig übergeführt. Daraus wurde am nachfolgenden Tag der Verlag für die Frau gegründet.

Es existierte auch eine Otto-Beyer-Stiftung, die unter anderem ein Ferienheim in Lauenstein im Osterzgebirge betrieb, wo sich in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts zahlreiche Buchhändler erholen konnten.

 

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